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Mut zur Disziplin

Anti-Gewalt-Training


Thema des AGT ist die Auseinandersetzung der gewalttätig Agierenden mit Ihren Taten.

Die Gewalttäter werden in Form einer sinnlichen erlebbaren inszenierten Konfrontation

mit dem Leid ihrer Opfer in Berührung gebracht. Es geht darum die Tat, nicht die Täter mit Hilfe zahlreicher konfrontierenden Pädagogischen Elementen und Methoden, entschieden zu verurteilen und keinesfalls zu verstehen. Das AGT wirkt direkt, konfrontativ, normativ und grenzziehend. Die Trainer gehen offensiv, provokant eine Beziehung zum Täter ein und nicht defensiv ängstlich! Sie greifen nicht den Jugendlichen als Person an, sondern mit Vehemenz seine destruktiven und blockierenden Persönlichkeitsanteile und Verhaltensweisen. (Grundlagen dieser konfrontativen und provokativen Pädagogik sind bei Corsini u. Farrelly zu finden.) Diese Methodik wird von allen Betreuern in unserer Einrichtung angewand und vorgelebt. Anti-Gewalt-Training ist somit nicht nur eine zeitlich begrenzt angewandte Methode , sondern aufgrund der Zusatzausbildung unserer Mitarbeiter eine gelebte Haltung. Gerade die Konfrontation mit den gewohnten und unerwünschten Stress- und Verhaltensmustern überwiegt in der ersten Phase des Aufenthalts unserer Jugendlichen. Hier, im engen Kontakt mit einem Bezugsbetreuer kommen die Jungen über die Konfrontation zur ersten Auseinandersetzung mit sich selbst.

Genauso richtet sich dann der Fokus auf spezielle Fähigkeiten und Talente des Jugendlichen, die herausgestellt und gelobt werden. Der Täter erfährt Bewunderung und Anerkennung für „versteckte“ Persönlichkeitsanteile und erlangt mehr Selbstvertrauen, eine andere Selbstwirksamkeit und Begabungsreserven. Dies findet während des gesamten Aufenthaltes in der Einrichtung über die neuen Erfahrungen und Erfolgserlebnisse im Sport, im Handwerk aber auch durch die Integration in die Gruppe statt. Hierzu finden in der zweiten und dritten Phase aber auch immer wieder spezielle Gruppentrainings unter dem Motto Coolness-Training statt.

 Der Ansatz hat ein optimistisches Menschenbild zur Grundlage. Wir gehen davon aus, dass negatives destruktives Verhalten gelernt wird und damit auch

wieder verlernt werden kann.

Die zentrale Methode des AGT ist der „heiße Stuhl“. Der „heiße Stuhl“ oder „hot seat“ ist inzwischen ein feststehender Begriff sozialpädagogisch-psychologischer Praxis. Er geht auf Moreno und den Gestalttherapeuten Fritz  Perls zurück. Beim „heißen Stuhl“ sind der verbale Schlagabtausch und die harte Provokation gewollt. Ziel ist das Ausleben der Konfrontation und soll das Bewusstsein der aggressiven Täter verändern. Auf Provokation folgt Nachgeben und kritische Reflexion.

Die Gewaltverherrlichung der Täter wird erschüttert, Schuldgefühle geweckt und Mitleid mit den Opfern gefördert. Ein Täter der sich in das Leid der Opfer einfühlen kann, verliert den Spaß an der Gewalt, entwickelt Aggressionshemmungen und produziert als Folge keine neuen Opfer!

Der Heiße Stuhl findet im Kreis der anderen Jugendlichen unter deren aktiver Teilnahme statt („Jugend erzieht Jugend“).In unserer Einrichtung ist er gleichzeitig das Aufnahmeritual in die Gruppe und bildet den Übergang von der ersten in die zweite Phase.


Training mit Opfern

Training mit Opfer (Die Auseinandersetzung mit der Angst)

Aggression und Gewalt sind Bestandteile des Lebens. Kinder erleben Situationen, in denen Sie sich bedroht und hilflos fühlen, z.B. auf dem Schulweg, in den Pausen, oder allgemein. Sie haben Angst und finden keine Mittel dagegen. Die Jugendlichen, die sich immer in der Opferrolle wieder finden, lernen im Rahmen eines „Ich-Stärkungstraining" sich durchzusetzen, eigene Stärken  zu erkennen und so aus ihrer Opferrolle heraus zu kommen. 

 

 

Kampfsport(Tai-Kien-Boxen) schafft Selbstvertrauen:

Selbstvertrauen ist wichtig für die Integration jugendlicher Opfer. Das Training strengt an und fordert die Jugendliche an ihre psychischen und physischen Grenzen zu gehen. Durch das Training der vielseitigen Techniken des Tai-Kien-Boxens haben die Jugendlichen viel Körperkontakt. Das bietet viel Raum für soziales Lernen und das Einüben von Rollenhandeln als soziale Interaktion. Wechselnde Partner erfordern Elastizität und die Fähigkeit zu Rollendistanz.  Das Training verläuft nach festen Regeln und Strukturen, die den Jugendlichen Sicherheit geben, ihnen andererseits aber auch Disziplin abverlangen. Es wird darauf geachtet, dass Aufgaben beendet werden und so, individuelle Trainingsziele erreicht werden können, d.h. jeder hat Erfolgserlebnisse. Ein Cut mit der bekannten "Loserrolle". Die Jugendlichen  bekommen gezeigt, es lohnt sich durch zuhalten, weiterzumachen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu haben: „Ich kann schaffen, was ich will!"

 

 

Integrierte Gespräche/Gesprächsrunden und daraus resultierende Methoden

Teilnehmer berichten in der Gruppe über Persönliche Erfahrungen zum Thema Gewalt in allen Bereichen ihres Lebens, z.B. in der Schule oder auf der Straße, etc.

Hier wird die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass alle das gleiche Problem haben, und der Einzelne sieht, dass er nicht allein ist mit seinen Ängsten und Sorgen. Die Jugendlichen lernen die unterschiedlichen natürlichen Reaktionen auf Angst kennen (Angriff, Flucht, Verstecken, Hilfe suchen, Unterwerfen, Tot stellen) und die entsprechende Körpersignale zu lesen. Sie lernen, dass

Mut nur eine andere Entscheidung des eigenen Handelns ist und ohne Angst nicht existiert. Eigene Gewalterfahrungen der Jugendlichen werden aufgegriffen und mit Elementen aus der Theaterpädagogik in Rollenspielen neu inszeniert. Dadurch erhalten die Jugendlichen auf sinnlich erlebbare Weise ein Gefühl für Handlungsalternativen.

Zur Stärkung des Vertrauens in der Gruppe dienen bei bedarf Akrobatikübungen.

Manchen Jugendlichen fällt es besonders schwer sich in einer Gruppe zu öffnen. Ihnen fällt es oft leichter ihre Probleme „so nebenbei" einer einzelnen Person anzuvertrauen. Hier bietet sich die Gelegenheit bei einem Ausdauertraining im Wald, bei einem leichten Joggen, bei dem man seinem Gesprächspartner zunächst auch nicht direkt in die Augen schauen muss. Diese Themen können dann später in der Gruppe wieder aufgegriffen werden.

 

 

Kooperationspartner

Pädagogisches Trainings Zentrum
Siegfried Schölzel
Adalbertsteinweg 257
52066 Aachen
Tel. 0241/1605001
Mobil 0170/5346667
E-Mail info@ptz-schoelzel.de
www.ptz-schoelzel.de

 

ip-konzepte individualpädagogische Projekt

www.Ip-konzepte.de

 

Kindertagespflege

Sebastianstraße 3, 52066 Aachen
Mail: jenny.jungheim@yahoo.de 
www.tagesmutter-jenny.de
 

 

Stadt Sport Bund Aachen e:V.

www.sportinaachen.de 

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An alle die sich ernsthaft mit dem Budo beschäftigen wollen,

Die Zeilen im Anhang brachte mir Dieter Vleeschhouwers, Dieter der früher selber eine Kampfsportschule hatte und mit Detlef Türnau im Aufbau des MTBD half, fand diese Texte/Zeilen in seinen alten Unterlagen.

In den letzten 35 – 40 Jahren verschwindet immer mehr die Philosophie im Kampfsport, Pokale und erste Plätze sind wichtiger wie Persönliches Wachstum. Nicht das ich was gegen Pokale etc. habe, nein, die bekommt man auch und gerade dann wenn man an sich arbeitet, sondern, die Abkürzungen sind es die mir nicht gefallen. Abkürzungen die eigentlich keine sind und uns in die Gefahr bringen den richtigen Weg nicht mehr zu finden.


 Es gibt so Sätze, wie:

-Wer ein Feldherr sein will sollte vorher ein Soldat sein
-In einem aussichtslosen Kampf ist aufgeben der höchste Verrat
-Wer andere kennt, ist klug; Wer sich selbst kennt, hat Einsicht. Wer andere bezwingt, hat Gewalt; Wer sich selbst bezwingt, hat Stärke." 


Frederick Jungheim

der Unbeugsame, der Dinosaurier, der Guru, Meister………. Oder nur einfach ICH.

 
Und nun die Zeilen/Text vom Dieter 

Perfekter/guter Lehrer 

Ein „guter“ Lehrer hat eine bestimmte Verantwortung gegenüber seinen Schülern. Das erste was diese lernen müssen ist, das sie sich nur auf sich selbst verlassen können und nicht primär auf ihre Kampftechniken. Auch wenn ein Schüler zum Meister wird und sich von seinem Meister trennt, sollte immer noch eine geistige Verbundenheit vorhanden sein. Es obliegt aber immer dem Schüler ob  er seine geistige Beziehung mit seinem Meister eingeht und aufbaut. Dieses beruht auf  Liebe, Respekt und Loyalität.

Diese Entscheidung trifft der Schüler, der zum Meister geworden ist, da nämlich jeder Meister ein Schüler bleibt gegenüber dem alten Meister. Leider trifft das sehr selten zu, d.h. nur wenige Schüler treffen diese Entscheidung.

Es gibt Schüler die immer und ewig auf der Suche sein werden nach dem „perfekten Meister“. Diesen gibt es leider nicht, da dieser auch nur ein Mensch ist, der Fehler macht und dadurch nicht Perfekt ist. Das Ergebnis ist, das der Schüler auf seiner Suche dadurch sein Leben lang enttäuscht sein wird. Auch ein Schüler kann sein Lehrer enttäuschen, aber dieser schweigt, wartet und weiß … es gibt auch keinen perfekten Schüler.

Ein Lehrer kann vieles von seinem Schüler lernen, aber der Schüler sollte nie versuchen, seinen Lehrer zu belehren.

 

Beziehung zwischen Meister und Schüler

Das Bild

Jeder Schüler hat ein bestimmtes Bild von seinem Lehrer. Er kann aber dann enttäuscht werden, wenn er sieht das der Lehrer im Privatleben, wenn er nicht auf der Matte steht, auch nur ein Mensch ist wie jeder andere, mit Gefühlen und Fehlern.

Deswegen sollte ein Schüler seine Lehrer nie auf ein Podest stellen oder als „Oberguru“ sehen. Der Lehrer ist nur ein „Leitfaden“.

 

Lob

Ein Schüler kann enttäuscht sein, wenn sein Lehrer ihn nicht lobt. In den Kriegskünsten ist es so, das in dem Moment wo jemand gelobt wird, dieser aufhört nach Perfektionismus zu streben. In einer Kampfkunst sollte man nie zufrieden sein mit sich selbst. In dem Moment wo man denkt gut zu sein in dem was man macht, hört man auf sich weiter zu entwickeln und dadurch werden Andere besser – wobei es immer einen Besseren gibt.

Viele Kriege sind verloren gegangen weil man zu früh gedacht hat gewonnen zu haben. Ein Krieg kann trotzdem weiter gehen, auch wenn er schon beendet ist. Dieses bedeutet dass der Trainierende viel Geduld aufbringen muss.  Jeder Meister hat eine andere Art seine Schüler zu loben oder zu tadeln. In der Kriegskunst ist es so dass man die Sachen  tut, ohne dafür etwas zu erwarten, wie zum Beispiel Lob, Erfolg, Ruhm oder Unbesiegbarkeit.

Diese Dinge behindern die geistige Entwicklung und halten den Schüler davon ab, sich mit dem Körper zu verschmelzen, was Voraussetzung ist, um die vom Menschen so genannte „Perfektion“ zu erlangen.

 

Perfektion

„Perfektion“ liegt in der fehlenden Perfektion. So wie die Natur Fehler macht und sie sich auch selbst wieder korrigiert, was ihr heut zu tage nicht immer gelingt, da der Mensch sich in „ihr“ eingemischt hat.

Da der Mensch nicht perfekt von Natur aus ist, kann er auch nichts Perfektes zustande bringen.

Leider liegt es auch in der Natur des Menschen andere dafür verantwortlich zu machen, z. B. Eltern oder Lehrer. Dabei ist jeder Mensch für sich selbst verantwortlich (eine originäre Regel der Psychologie!).

 

Die Kampfkunst

Da die Kriegskünste von Menschen erschaffen worden sind und der Mensch nun mal fehlerhaft ist, kann es auch keinen perfekten Kampfstil geben.

In Asien gibt es viele Künste, z.B. Die Kunst der Liebe, die Kunst des Krieges, die Kunst des Heilens und die Kunst des Tötens.

„Es gibt keinen guten oder schlechten Kampfstil“.

Es kommt immer auf den Vertreter eines Kampfstils an, ob er ihn „gut“ oder „schlecht“ vertritt. Die „Perfektion“ eines Kampfstils besteht darin das der Ausübende sich im Kampf „Komplett“ dem Gegner anpasst, ihn dadurch kennen lernt und ihn mit seinen eigenen und durch seine eigenen Fehler besiegt.